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Wahl Check: CDU- Gesundheitsprogramm

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- Donnerstag, 31. August 2017

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Die TV- Duelle nutzen viele Bürger für Ihre Entscheidung, welcher Partei sie 2017 ihre Stimme geben werden.

Die meisten Menschen geben die Gesundheit als ihr allerwichtigstes Gut an. Wir schauen daher einmal, abseits der Themen der Außenpolitik, Innere Sicherheit und Wirtschaft, bei den Parteien genauer hin:

Was planen die Parteien, um die Gesundheit der Menschen zu stärken?

Wir verzichten bewusst auf eine Bewertung der einzelnen Programminhalte. Jeder soll sich seine eigene Meinung zu den einzelnen Inhalten der Parteien bilden können.

Wir stellen Partei für Partei vor und liefern einen speziellen Überblick der gesundheitsrelevanten Punkte aus den jeweiligen Parteiprogrammen.

Die Pläne der CDU

Zunächst ist die CDU mit dem bisherigen Gesundheits- und Pflegesystem im Großen zufrieden:

Dazu wird aufgeführt: „Die vergangenen Regierungsjahre waren gute Jahre für Gesundheit und Pflege: Nach einer großen Zahl von Gesundheitsreformen in der Vergangenheit ist unser Gesundheitssystem nunmehr schon seit rund zehn Jahren stabil und leistungsfähig.“

Die CDU möchte „sicherstellen, dass Menschen im Falle von Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder bei einem Unfall auch zukünftig eine gute medizinische und pflegerische Versorgung erhalten – unabhängig von ihrem Einkommen und Wohnort.“

In der Folge zitieren wir weiter aus dem aktuellen Regierungsprogramm 2017-2021 der CDU.

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Die Pläne zur Gesundheitspolitik der aktuellen Kanzlerin Merkel - wir stellen Sie vor

Ablehnung der Bürgerversicherung

Die Freiheit der Arzt und Krankenhauswahl und ein Wettbewerb unter den Krankenkassen und -Versicherungen ermöglichen den Patientinnen und Patienten die Auswahl nach Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung. Unser Gesundheitswesen hat sich mit der freiberuflichen Ärzteschaft, seiner Selbstverwaltung und mit seinen gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen bewährt.

Die Einführung einer sogenannten Bürgerversicherung lehnen wir ab.

Bessere Vernetzung der medizinischen Dienstleister

Uns leitet das Interesse der Patientinnen und Patienten: Auf sie persönlich werden wir die Versorgung noch stärker zuschneiden.

Durch eine bessere Vernetzung aller an der Versorgung Beteiligten werden wir dafür sorgen, dass aus vielen guten medizinischen und pflegerischen Einzelleistungen stets auch eine gute Mannschaftsleistung wird.

Finanzielle Unterstützung der Krankenhäuser

Um weiterhin hervorragende medizinische und pflegerische Qualität anbieten, Notfälle kostendeckend behandeln und die Krankenhaushygiene stärken zu können, brauchen Krankenhäuser eine auskömmliche Finanzierung.

Wir wollen daher eine Berücksichtigung der Preisentwicklung bei der Krankenhausvergütung, vor allem einen vollen Ausgleich der Tarifsteigerung.

Verbot von Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten

Wir garantieren eine gute ärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Die Versorgung durch ein ortsnahes Apothekenangebot werden wir sichern, in dem wir den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln verbieten.

Mehr Kräfte für den Gesundheitssektor

Wir wollen noch mehr Menschen für eine Tätigkeit im Gesundheitswesen gewinnen. Nach der Modernisierung der Ausbildung in den Pflegeberufen gilt es, sowohl in unseren Krankenhäusern als auch der Altenpflege die Arbeitsbedingungen unserer Pflegekräfte weiter zu verbessern. Die auf den Weg gebrachten Verbesserungen bei der Personalausstattung werden wir daher entschlossen umsetzen.

Moderneres Medizinstudium

Wir werden den „Masterplan Medizinstudium 2020“ zügig verwirklichen. Dazu gehören eine Stärkung der Allgemeinmedizin und des wissenschaftsorientierten Arbeitens ebenso wie eine Studienplatzvergabe, die neben der Abiturnote weitere Eignungskriterien berück-sichtigt.

Moderneres-Medizinstudium.png

Das Medizinstudium soll laut CDU moderner werden

Stärkung der Patientenrechte durch ein „Nationales Gesundheitsportal“

Wir stärken die Rechte der Patientinnen und Patienten auch durch verständlichere Gesundheitsinformationen und mehr Transparenz im Hinblick auf die Qualität der medizinischen und pflegerischen Leistungen.
Deshalb werden wir ein „Nationales Gesundheitsportal“ schaffen, das wissenschaftlich abgesicherte und verständliche Informationen bündelt und im Internet zur Verfügung stellt.

Gute Krankenhausversorgung sichern

Auf der Grundlage unserer Krankenhausreform werden wir eine gut erreichbare Krankenhausversorgung in der Fläche sichern und die Zusammenarbeit mit spezialisierten Kliniken und Universitätskliniken weiter verstärken. Damit bringen wir medizinischen Fortschritt noch schneller in die Versorgung im gesamten Land.

Investitionen in Forschung, insbesondere in die Entwicklung neuer Antibiotika

Deutschland verfügt über eine hervorragende medizinische Forschung. Diese wollen wir weiter ausbauen, um Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes oder Demenz, aber auch seltene Erkrankungen noch besser behandeln zu können.

Wir verstärken die Forschungsanstrengungen zur Entwicklung neuer Antibiotika und neuer Untersuchungsmethoden, die einen sachgerechten und sparsamen Antibiotika- Einsatz unterstützen.

E- Health Ausbau: Daten nutzen und schützen

Die Möglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen werden wir entschlossen nutzen. Das E- Health-Gesetz ist dazu ein erster wichtiger Schritt:
Wir sichern den Schutz höchstpersönlicher Daten und geben Patientinnen und Patienten zukünftig die Möglichkeit, wesentliche Gesundheitsinformationen den behandelnden Ärzten zur Verfügung zu stellen. Das kommt allen zugute und kann Leben retten.

„Aktion Pflege“ für mehr Rehabilitation und Selbstständigkeit bei Pflegebedarf

Der weitere Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen verlangt Anstrengungen aller Beteiligten, um flächendeckend ein vielfältiges Versorgungsangebot sicherstellen zu können. Daher werden wir eine „Konzertierte Aktion Pflege“ ins Leben rufen.

Wir wollen die Möglichkeiten der Rehabilitation zur Erhaltung der Selbstständigkeit stärker nutzen, entsprechende Angebote ausbauen und die Zusammenarbeit der Sozialversicherungsträger in diesem Bereich verbessern.

Angehörige von Pflegebedürftigen schützen

Kinder pflegebedürftiger Eltern und sonstiger Angehöriger, zu deren Unterhalt sie verpflichtet sind, wollen wir besser vor einer Überforderung schützen. Ein Rückgriff auf Kinder soll erst ab einem Einkommen von 100.000 Euro erfolgen.

Hospiz- und Palliativversorgung ausbauen

Den Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung treiben wir entschlossen voran. An ihr wird deutlich, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. In allen Lebensphasen, bis zuletzt.

International denken

Internationale Gesundheitspolitik ist ein Markenzeichen deutscher Politik. Ihr Erfolg liegt auch in unserem eigenen Interesse, denn Krankheiten kennen keine Grenzen. Wir werden unsere Fähigkeiten ausbauen, in internationalen Gesundheitskrisen schnell und wirungsvoll zu handeln.

Gesundheitsprogramm der SPD

Gefällt dir die Planung zu den Gesundheitsthemen der CDU? Reichen euch die vorgestellten Umsetzungsmöglichkeiten? Wir zeigen in Kürze die Alternative der SPD, damit du dir auch bei den Sozialdemokraten ein Bild machen kannst.


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