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Kinderwunsch und sportliche Aktivität – Kein Widerspruch

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- Mittwoch, 15. März 2017

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Viele Paare hegen den Wunsch nach Nachwuchs. Bewegung ist in diesem Falle dringend zu empfehlen. Egal ob in der Kinderwunschphase oder schon während der Schwangerschaft. Körperliche Aktivität hilft! Nicht nur nach der Schwangerschaft.

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Training kann die Chancen erhöhen um schwanger zu werden

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Sport in der Schwangerschaft

Der weibliche Körper ist ein wahres Wunderwerk. Was der Körper in der Zeit der Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit leistet ist enorm.

Diese phänomenale Eigenschaft des weiblichen Körpers kostet aber auch viel Energie und Umstellung. Dies merkt die schwangere Frau, spätestens wenn ihr aufgrund der hormonellen Umstellung unwohl wird und sich ihr Körper verändert. Um sich auf diese Energieleistung vorzubereiten empfehlen Hebammen, Fachärzte und andere Gesundheitsexperten aus verschiedenen Bereichen schon im Vorfeld die körperliche Aktivität. Im folgenden Link erfährst du mehr über die interessanten Expertenmeinungen.

Einem Sportwissenschaftler gefällt diese Empfehlung natürlich sehr, so dass ich die Empfehlungen gerne mit dir teilen möchte.

Aktiv sein bei Kinderwunsch

Es gibt viele Faktoren, die mit dafür verantwortlich sind, ob der innige Kinderwunsch in Erfüllung geht oder nicht. Natürlich müssen zunächst einmal die gesundheitlichen Grundvoraussetzungen stimmen.

Neben diesen und der Fruchtbarkeit der Männer, spielen aber auch die körperlichen Bewegungsgewohnheiten der Frau eine entscheidende Rolle bei der Fruchtbarkeit.

Eine dänische Studie mit mehr als 3500 Frauen zeigte einen deutlichen Zusammenhang zwischen der körperlichen Aktivität und der Fruchtbarkeit. Je nachdem, wie häufig die Frauen in der Woche körperlich aktiv waren, unterschieden sich die Ergebnisse, zur Chance schwanger zu werden.

BMI beeinflusst den Kinderwunsch

Zunächst einmal wurden deutliche Unterschiede bezüglich des BMI festgestellt. Den Zusammenhang zwischen einem „gesunden BMI“ und der Fruchtbarkeit wird in nahezu allen Studien, die sich mit der Fruchtbarkeit in Beziehung zum Körper auseinandersetzen, aufgezeigt.

Der „ideale“ BMI liegt dabei zwischen 18,5 und 24,9. Zwar gibt es auch bei BMI Ausnahmen: So können beispielsweise sehr muskulöse Frauen einen erhöhten BMI Wert haben und trotzdem in die Kategorie der guten Grundvoraussetzung fallen. Dies ist jedoch eher die Ausnahme.

Hoher BMI senkt die Fruchtbarkeit

Der BMI liefert eine Orientierung, ob das Gewicht der Frau „in Ordnung“ ist oder die Chancen zum schwanger werden eher senkt.

Ist der BMI im Bereich zwischen 18,5 und 24,9, so lassen sich statistisch gesehen die größten Chancen erzielen um schwanger zu werden. In unserem Artikel „Mein BMI ist zu hoch – bin ich zu dick?“ kannst du dich noch genauer über den BMI informieren.

Ein BMI von über 25 mindert die Chancen schwanger zu werden. Ebenso ist ein zu niedriger BMI ebenso nicht zu empfehlen. Zu wenig Fettgewebe sollte es aber ebenfalls nicht sein. Bei einem Untergewicht mit einem BMI von unter 18 sind häufig Hormonstörungen die Folge (bis hin zum Ausbleiben des Zyklus) und auch die Einnistung der Eizelle kann verhindert werden.

Ein BMI im Bereich der Adipositas (über 30) reduziert die Chancen schwanger zu werden sogar recht deutlich. Dies liegt in der Regel am erhöhten Anteil des Fettgewebes der im Körper der Frau für ein Ungleichgewicht bezüglich der Hormone sorgt.

Bei vorher adipösen Frauen werden in der Schwangerschaft ebenso mehr Komplikationen in der Schwangerschaft festgestellt. Weniger Gewicht ist hier also auch mehr, um Risiken wie Schwangerschaftsdiabetes oder sogar Fehlgeburten zu minimieren.

BMI der Männer ist mit entscheidend

Männer spielen beim Zeugungsprozess ebenfalls eine wichtige Rolle. Denn die Qualität der Spermien und Samen wird mit ansteigendem Übergewicht gemindert. Das liegt an den erhöhten Östrogenwerten durch die zu hohe Fettbelastung. In der Konsequenz lässt sich dadurch ein zu niedriger Testosteronspiegel feststellen, der zu geringeren Chancen bei der „Kinderproduktion“ führt.

Nicht nur das: Der Akt an sich wird bei Normalgewicht ebenfalls positiv beeinflusst. Fettablagerungen in den Gefäßwänden können bei der Durchblutung des männlichen Gliedes nicht stören und so kommt es zu weniger Erektionsstörungen.

Deshalb sollten auch die Männer bei Kinderwunsch durchaus auf eine schlanke Taille achten. Möchtest du dein BMI Wert erfahren gehe nach Anmeldung einfach auf unseren BMI Rechner.

Hormonstörungen mit Bewegung bekämpfen

Zyklusstörungen können dazu führen, dass Periode und Eisprung negativ beeinflusst werden. Eine der häufigsten Hormonstörungen bei Frauen mit Kinderwunsch wird mit dem so genannten PCO- Syndrom (Syndrom der polyzystischen Ovarien) zusammengefasst. Diese Hormonstörung kann vom ungesunden Lebensstil und einem vorliegenden Übergewicht ausgelöst werden.

Die dabei auftretenden Störungen im Insulinstoffwechsel können dementsprechend auch mit körperlicher Aktivität bekämpft werden, da diese den Insulinstoffwechsel positiv beeinflusst.

Nicht immer muss beim PCO- Syndrom ein ungesunder Lebensstil vorliegen. Eine Überprüfung des Lebensstils nach gesundheitlichen Parametren (inklusive Check nach einem gesunden BMI) sollte bei dieser Diagnose jedoch nicht fehlen.

Wie viele Kilos müssen runter?

Natürlich nimmt eine Frau in der Schwangerschaft an Gewicht zu. Manchen mag die nächste Empfehlung daher wie „Perlen vor die Säue werfen“ vorkommen. Wir hoffen aufzuklären, dass sich eine Reduktion des Körpergewichts in vielen Fällen lohnt:

Männer und Frauen können schon sehr viel bewegen, wenn sie sich bei der Ernährung einmal etwas strengeren Regeln aussetzen und den Anteil der Genussmittel verringern. Wenn dann noch gesteigerte körperliche Aktivität hinzukommt, so lassen sich gesund 5-10% des Gewichts verlieren. Diese Reduktion führen die meisten Studien auf um die Wahrscheinlichkeit bei Übergewichtigen mit Kinderwunsch zu erhöhen.

Wenn auf Hungerfasten oder andere radikale Diäten verzichtet wird, schafft man gute Grundvoraussetzungen für die gewünschte Schwangerschaft. Da der Mann durchschnittlich auch 3-5kg in einer Schwangerschaft zunimmt ist es auch bei geeigneter Qualität des Aktes und der Spermien nicht verkehrt die Frau zu unterstützen und bei der positiven Lebensstilveränderung mitzumachen.

Wie viele Aktivität ist sinnvoll?

Die Aktivität in der „Vorbereitung“ einer Schwangerschaft sollte nicht zu gering und nicht zu intensiv sein. Experten empfehlen maximal 4h intensiven Sport. Liegt die körperliche Aktivität darüber, kann es für den Körper ein zu viel an Stress bedeuten und die Chancen für eine Schwangerschaft verschlechtern sich. Nahezu identische Werte zeigen Untersuchungen wenn die Bewegung unter 2h intensiven Sport absinken.

Nach dem positiven Schwangerschaftstest

Natürlich ist eine gute Vorbereitung, eine gesunde und sportliche Lebensweise keine Garantie um schwanger zu werden. Wir drücken aber allen die es vorhaben kräftig die Daumen, dass es mit unseren Tipps schneller funktioniert.

Wenn es dann mit der Schwangerschaft geklappt hat gratulieren wir herzlich. Nutzt als Paar dann auch die Zeit der Schwangerschaft aus, als eine neue Möglichkeit, den Körper neu zu erfahren. Da der Körper bei der „Produktion“ eines neuen Lebewesens zahlreiche neue Signale aussendet, kannst du dieses gesteigerte Körperempfinden ausnutzen. Der Mann kann hier natürlich wunderbar aktiv unterstützen.

Tipps zum Training in der Schwangerschaft geben wir schon bald in einem zweiten Teil – „Schwangerschaft und Sport“.


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