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Mein BMI ist zu hoch - Bin ich dick?

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- Dienstag, 27. Dezember 2016

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An den Weihnachtstagen zuviel gegessen? Die Hose sitzt nicht mehr richtig? Bist Du zu dick?
Der BMI kann Dir bei der Beurteilung ob Du unter-, normal-, oder übergewichtig bist helfen. Wir zeigen wie aussagekräftig der Body Mass Index (BMI) ist.

Muss-ich-abnehmen

Nicht zu viel Abnehmen. Der BMI hilft auch bei der Beurteilung ob Du Untergewichtig bist.


Was ist der BMI eigentlich genau?

Der BMI galt tatsächlich lange Zeit als Maß dafür, ob Körpergröße und Körpergewicht im gesunden Zusammenhang zueinander stehen. Doch was ist der BMI eigentlich genau? Der BMI setzt Dein Körpergewicht und Deine Körpergröße in Relation zu einander, indem das Gewicht (in kg) durch das Quadrat der Körpergröße (in m) geteilt wird. Der BMI hat somit die Einheit „kg/m²“.

Die Formel für die Berechnung des BMI lautet:

BMI = Körpergröße (kg) / Körpergewicht (m²) Eine 1,80m große Person mit einem Gewicht von 80,5kg hätte somit einen BMI von: 80,5kg/(1,80m)² = 24,8 kg/m²

Ist diese Person nun normalgewichtig? Hier hilft der Blick auf eine BMI Tabelle. Wenn Du schon einmal online nach einer solchen Tabelle gesucht hast, wird Dir aufgefallen sein, dass es hier sowohl „one size fits all“-Tabellen, sowie alters- und geschlechtsspezifische Tabellen gibt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) klassifiziert den BMI folgendermaßen:

BMI Klassifikation
Klassifikation BMI (Body Mass Index)
Untergewicht Weniger als 18,5
Normalgewicht 18,5-24,9
Übergewicht 25-29,9
Starkes Übergewicht (Adipositas Grad I) 30-34,9
Adipositas Grad II 35-39,9
Krankhafte Adipositas (Grad III) 40 oder mehr

Unsere 1,80m große Person fällt hier somit in die Kategorie „normalgewichtig“, egal ob Sie männlich, weiblich, alt oder jung ist.

Der „Durchschnittsmann“ hat allerdings eine andere Körperzusammensetzung als die „Durchschnittsfrau“. Er verfügt vor allem, genetisch bedingt, über mehr Muskulatur, die bei gleichem Volumen schwerer als Körperfett ist. Ein Mann, kommt somit schneller in höhere und damit „ungesündere“ BMI Bereiche, obwohl sein Plus an Muskulatur natürlich keineswegs negative gesundheitliche Auswirkungen, im Vergleich zum „Plus“ an Körperfett, hat.

Um diesem Effekt entgegenzuwirken und Männer und Frauen getrennt zu betrachten hat unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) die BMI-Klassifikation neu definiert:

Geschlechtsspezifische BMI Klassifikation
Klassifikation BMI Frau BMI Mann
Untergewicht Weniger als 19 Weniger als 20
Normalgewicht 19-23,9 20-24,9
Übergewicht 24–29,9 25–29,9
Starkes Übergewicht (Adipositas Grad I) 30-34,9 30-34,9
Adipositas Grad II 35-39,9 35-39,9
Krankhafte Adipositas (Grad III) 40 oder mehr 40 oder mehr

Unsere Beispielperson mit einem BMI von 24,8kg/m² wäre somit als Mann normalgewichtig, als Frau allerdings schon im Bereich „Übergewicht“.

Gelten für meine Oma die gleichen BMI Richtlinien wie für mich?

Dass nicht nur das Geschlecht getrennt bewertet werten sollte, sondern auch verschiedenen Altersklassen, haben in den 80er Jahren amerikanische Wissenschaftler vorgeschlagen. In langjährigen Studien haben Sie herausgefunden, dass Senioren mit einem leicht über der Norm liegenden Körpergewicht eine höhere Lebenserwartung aufweisen als diejenigen, die sich lauf BMI Tabelle im „gesunden“ Bereich befinden. Ihre geschlechts- und altersspezifische BMI Tabelle gibt an, welcher BMI sich hinsichtlich der Lebenserwartung als am günstigsten erwiesen hat:

Geschlechtsspezifische BMI Klassifikation
Altersgruppe (Jahre) Wünschenswerter BMI Frau Wünschenswerter BMI Mann
19-24 19,5 21,4
25-34 21,6 23,2
35-44 22,9 23,4
45-54 25,2 25,8
55-65 26,0 26,0
mehr als 65 26,6 27,3

Unsere Beispielperson mit einem BMI von 24,8kg/m² wäre zwar laut der geschlechtsspezifischen BMI Klassifizierung als Frau „übergewichtig“ doch ab einem Alter von 45 Jahren hätte sie statistisch gesehen eine höhere Lebenserwartung bei einem leicht höheren BMI, egal ob männlich oder weiblich!

Wir reden hier allerdings über Werten von 2-7 Kilo die sich im Verlauf von 20-30 Jahren maximal „ansammeln“ sollten. Das sind im Schnitt etwa 300g Gewichtszunahme pro Jahr ab einem Alter von 45 Jahren.

Wenn Du aus Deinem 14 tägigem Sommerurlaub also bereits mit drei Kilo mehr zurück kommst, solltest Du das nicht unbedingt als „präventives Handeln“ für eine hohe Lebenserwartung im Alter ansehen.

Bauchumfang

Muss ich Abnehmen? Der BMI kann bei der Beurteilung helfen.


Kann ich die BMI Tabelle auch für Kinder anwenden?

Im Vergleich zu Erwachsenen entwickeln sich Kinder durch Ihr noch stattfindendes Wachstum unterschiedlich schnell und so ändert sich ihre Körperzusammensetzung häufig. So macht oftmals ein kleiner Wachstumsschub aus einem „pummeligen Kind“ schnell einen „schlaksigen Jugendlichen“. Mediziner richten sich zur Beurteilung daher eher an geschlechtsspezifische Wachstumskurven. Diese Werte dienen allerdings nur dem Vergleich mit Durchschnittswerten anderer Kinder derselben Altersgruppe und berücksichtigen nicht den individuellen Entwicklungsverlauf eines Kindes. Die BMI Richtlinien gelten daher nur für Erwachsene Personen mit abgeschlossenem Wachstum ab 19 Jahren.

Du siehst schon, dass die Sache mit dem BMI komplexer wird, wenn man jede Person individuell betrachten möchte. Die Klassifizierungen sollen lediglich als grober Richtwert gesehen werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass die klassische BMI Klassifizierung der über 19 Jährigen in 73% der Fälle tatsächlich stimmig war. Hier haben die berechneten BMI Klassifizierungen mit den individuell bemessenen Körperfettwerten übereingestimmt. Für 27% von uns ergeben die BMI Berechnungen allerdings irreführende Ergebnisse. Das gilt zum Beispiel für Leistungs(-kraft)sportler, die auf Grund Ihrer gut ausgebauten Muskulatur schnell in „zu hohe“ BMI Bereiche rutschen oder für überdurchschnittlich große oder kleine Menschen.

Exakte Werte und Hilfe beim Abnhemen: Hol Dir Expertenrat!

Wenn Du Deinen Körperfettgehalt genau bestimmen möchtest und Dich nicht nur an groben Richtwerten orientieren willst, dann wende Dich am besten an einen Mediziner oder Sportwissenschaftler. Mit modernen Messmethoden kann hier Dein individuelles und persönliches Messergebnis ermitteln werden. Zusätzlich kann Dir bei wirklich gesundheitlich bedenklichen hohen (oder niedrigen) Körperfettwerten direkt ein Lösungsweg vorgeschlagen werden, mit dem Du Deine Gesundheit in den für dich optimalen Bereich lenken kannst.


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