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Mental Power - Sportschuhe: AN, Stress: AUS

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- Sonntag, 4. September 2016

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Stress, Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfschmerzen ade! Wir erklären Dir, warum Sport genau in dem Moment wichtig ist, in dem Du Dich mental „ausgelaugt“ fühlst und am liebsten den Rest des Tages auf der Couch verbringen möchtest.

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Sorge für neue Mentale Fitness

Mentale Power durch Bewegung

Bewegung und Sport wirken sich vor allem durch ein gestärktes Herz-Kreislauf-System positiv auf die Gesundheit aus. Zudem bieten sie Schutz vor zahlreichen chronischen Erkrankungen. Dies ist unbestritten und in vielen wissenschaftlichen Studien belegt. Wie sich Bewegung auch positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit und mentale Gesundheit auswirkt: Ein relativ neues Forschungsgebiet in der Sport- und Neurowissenschaft!

Egal ob Du Gelegenheitssportler bist oder trainierter Ausdauersportler; sicher hast Du es auch schon gespürt: nach einer Trainingseinheit fühlst Du Dich wacher, frischer und mental gestärkter. Im Training kannst Du „abschalten“, kriegst den Kopf frei und steigerst dadurch deine mentale Fitness.

Dein Gehirn als überlasteter Computerrechner

Einer der Neurowissenschaftler, die den wissenschaftlichen Hintergrund dieses Phänomens belegen, ist Prof. Stefan Schneider vom Institut für Neuro- und Bewegungswissenschaften an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Mit seinem Team zeigt Prof. Schneider vor allem durch EEG-Messungen die neuronalen Auswirkungen von Sport. Mit Hilfe von Elektroden, die auf der Kopfhaut angebracht werden, wird die elektrische Aktivität im Gehirn während dem Sport gemessen und aufgezeichnet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die elektrische Aktivität in den verschiedenen Gehirnarealen während Ausdauersportarten wie Radfahren oder Laufen umverteilt.

Prof. Schneider vergleicht das Gehirn mit einem Computerrechner: Sind zu viele Programme geöffnet so überlastet dies den Arbeitsspeicher. Im präfrontalen Kortex, dem Gehirnareal wo vor allem Emotionen und logisches Denken gesteuert werden, äußert sich eine solche Überlastung als Konzentrationsverlust, Kopfschmerzen oder empfundenen Stress.

Warum Dir das Einmaleins beim Joggen schwerer fällt

Bewegung wird im Vergleich zum logischen Denken von einem anderen Gehirnareal gesteuert; dem motorischen Kortex. Da Bewegung schon eine enorme Rechenleistung von Deinem motorischen Kortex verlangt, kommt es gleichzeitig zu einer verringerten Aktivität im präfrontalen Kortex, Deinem „Denkzentrum“. Hast Du schon einmal versucht während des Trainings eine Denkaufgabe zu lösen, bei der Du Dich stark konzentrieren musst?

Während eines Spaziergangs kriegst Du das Einmaleins vielleicht noch ganz gut hin, bei einem zügigen Lauf durch den Wald wird Dir dieselbe Aufgabe allerdings viel schwerer fallen. Dein Gehirn ist bereits sehr damit beschäftigt die schnelle Laufbewegung zu koordinieren, die zudem noch auf unebenem Boden stattfindet und somit kein Schritt dem nächsten gleicht. Die Kapazitäten des Gehirns reichen nicht aus, um neben dem motorischen Kortex auch das präfrontale Kortex vollständig zu versorgen. Auch wenn das erstmal nach einem Schwachpunkt in unserem System klingt, hat es für Deinen „überlasteten Computerrechner“ nur positive Effekte: Du schaltest unter Bewegung „ab“, und bekommst den Kopf frei!

Neustart für Dein Gehirn

Mach es wie bei Deinem Computer, und schließe die Programme, die den Rechner momentan überfordern. Schalte Sie im Training „ab“ und merke selbst, wie Du nach getaner körperlicher Arbeit mental gestärkt und konzentrierter bist. Probiere es aus und laufe heute noch dem Stress davon!


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