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Nicht ins Fettnäpfchen treten: 5 Mythen über Fett

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- Mittwoch, 16. November 2016

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Um abzunehmen lässt Du die Finger weg von fettigem Essen? Du greifst sogar bei Milchprodukten zu den „light“-Varianten? Du befürchtest, sonst bald mehr Pfunde auf der Waage zu sehen? Dieser ist nur einer von 5 Mythen die in diesem Artikel aufgeklärt werden. Fettreiches Essen wird sehr oft als „Dickmacher“ dargestellt. Obwohl Fette zu den energiereichsten Nährstoffen gehören und somit schnell zu Dickmachern werden können, ist diese vorschnelle Aussage nur die halbe Wahrheit. Der schlechte Ruf von Fett übertönt damit die vielen positiven Eigenschaften des essenziellen Nährstoffs. Wir klären auf!

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Lass Dir Deinen Shake ruhig schmecken, auch den mit höherem Fettgehalt

Mythos 1: „Fett macht fett"

Deine Nahrung liefert Dir Energie aus drei verschiedenen Quellen: Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett. Fett wird vor allem daher oft als „Energiebombe“ betrachtet, da es für die gleiche Menge doppelt so viel Energie liefert wie Kohlenhydrate oder Eiweiß. Ein Gramm Fett enthält nämlich 9.3 kcal im Vergleich zu 4,1 kcal für ein Gramm Kohlenhydrate oder Eiweiß.

Wenn Du über längere Zeit mehr Kalorien zu Dir nimmst als Du verbrauchst, wirst Du mit einer Gewichtszunahme rechnen müssen.

Mit einer fetthaltigen Ernährung kann man durch die hohe Energiedichte rasch ein „zu viel“ an Kalorien erreichen und daher auch unerwünschte Fettpölsterchen erwarten. Doch die „Fettpölsterchen“ wachsen in den meisten Fällen vor allem durch ein „zu viel“ an Kohlenhydraten. Denke einmal kurz selber über deine typischen Snacks nach – wahrscheinlich fällt Dir dabei auf, dass die meisten davon eher kohlenhydratlastig sind (z.B. Süßigkeiten, Gebäck, Brötchen, süße Getränke aber auch Obst).

Mythos 2: „Fett ist ungesund“

Vielleicht fragst Du Dich jetzt, wozu wir Fett überhaupt brauchen und ob es nicht besser wäre, ganz auf Fett zu verzichten, wenn es doch so viele Kalorien hat? Fett ist lebensnotwendig!

Im Fettstoffwechsel werden Fette zu Strukturelementen von Zellen umgewandelt und liefern so beispielsweise wichtige Bausteine für unser Nervensystem. Außerdem spielen sie eine wichtige Rolle in der Herstellung von Hormonen im Körper und arbeiten als Träger der Vitamine A, D, E und K, die nur in Anwesenheit von Fetten vom Körper aufgenommen und verwertet werden können. Ohne Fett gäbe es kein Vitamin-Taxi im Körper!

Mythos 3: „Light-Produkte macht leicht“

Vielleicht liegt das ein oder andere „light“ Produkt bei Dir regelmäßig im Einkaufskorb weil Du hoffst, damit Fett und somit Kalorien zu sparen? Unsere Ernährung ist tatsächlich in den letzten Jahrzenten fettarmer geworden, was vor allem auf die vielen Light- und fettreduzierten Magerprodukte zurückzuführen ist. Doch wir Deutschen werden immer fetter! Untersuchungen des statistischen Bundesamtes ergaben sogar, dass die Zahl übergewichtiger und adipöser Erwachsener in den letzten Jahre weiter angestiegen ist: Von unter 50% lag im Jahr 2005 stieg sie bis 2013 auf 52% an – trotz sinkendem Fettgehalt unserer Ernährung.

Wie kann das sein, wenn wir doch durch den Ersatz von „normalen“ mit „light“ Lebensmitteln so viele Fettkalorien einsparen? Ein Paradebeispiel ist das Beispiel „Fruchtjoghurt“: Hier tust Du Deiner Kalorienbilanz nämlich meist nichts Gutes, wenn Du zu „light“-Produkten greifst. Grund dafür ist, dass Fett ein Geschmacksträger ist, den die Hersteller bei „light“-Produkten oft durch Zucker ersetzen, um ein ähnlich „geschmacksintensives“ Produkt verkaufen zu können. Ein „light“ Erdbeerjoghurt von Aldi z.B. punktet mit 84 kcal/100g bei 0,1% Fett. Bei einem 250g Becher sind das direkt 210 kcal und 40g Zucker.

Du willst Kalorien sparen? Dann ersetzte Dein „light“ Erdbeerjoghurt-Frühstück mit Naturjoghurt und echten Erdbeeren. 250g Naturjoghurt (1,5% Fett) und 100g Erdbeeren liefern Deinem Körper nicht nur 100g mehr Nahrung, was Dich länger satt halten wird, sondern auch eine Vielzahl an Vitaminen und das bei weniger Kalorien (179 kcal statt der 210kcal für 250g „light“ Erdbeerjoghurt) und der Hälfte an Zucker (20g statt 40g).

Sportarten und Dauer zum Abnehmen
Produkt Menge gesamt Energiegehalt Kohlenhydrate Fett Eiweiß
250g „light“ Erdbeerjoghurt (0,1% Fett) 250g 210kcal 40g 0,3g 11g
Naturjoghurt (250g, 1,5% Fett) mit 100g Erdbeeren 350g 179kcal 20g 5g 13g

„Light“-Produkte machen uns also nicht unbedingt leichter. Eher fallen viele von uns momentan bei dem Versuch „nicht ins Fettnäpfchen zu treten“ stattdessen in die Zuckerfalle und erreichen eine positive Energiebilanz durch ein „zu viel“ an Zuckerkalorien. Fett alleine macht nicht dick, sondern eine andauernde positive Energiebilanz durch Bewegungsmangel und einer zu hohen Kalorienzufuhr.

Fettpolster-reduzieren

Genuß muss auch mal sein

Mythos 4: „Fettpolster schaden dem Körper“

„Fettpölsterchen“, „Hüft Gold“, „Rettungsring“ ….. es gibt viele Ausdrücke für die meist ungewollten Fettspeicher die der Körper nach einer längeren Zeit im Kalorienüberschuss entstehen lässt. Dass zu viel Körperfett eine Vielzahl an negativen Auswirkungen auf Deine Gesundheit hat ist Dir sicherlich bekannt. Ein „zu wenig“ an Körperfett kann ebenso schnell bedrohlich für den Körper werden. „Fettpölsterchen“ sind (bis zu einem gewissen Maße) lebensnotwendig!

Fett, das vom Deinem Körper nicht im Stoffwechsel benötigt wird, wird als Depotfett in den Fettzellen des Unterhautfettgewebes gespeichert. Es dient Deinem Körper als Wärmeisolation und schützt Dich vor Auskühlung. Wichtige und empfindliche innere Organe werden außerdem durch Organfett umgeben um sie so vor Kälte, Stöße und Druck zu schützen. Depotfett stellt vor allem eine wichtige Energiequelle für den Körper da, da bei fast jeglicher Form von körperlicher Aktivität Fette als Energieträger verbraucht werden.

Mythos 5: „Iss weniger Fett wenn Du Körperfett reduzieren möchtest“

Du möchtest Körperfett reduzieren und hältst Dich daher an eine fettarme Ernährung? Du hast seitdem schneller Hunger und leidest unter Heißhungerattacken? Hier ist des Rätsels Lösung: In unserer Ernährung dienen Fette nicht nur als Geschmacksträger sondern sie steigern, wie auch Eiweiß, das Sättigungsgefühl. Da Fette vom Organismus langsamer aufgenommen werden als Kohlenhydrate, verweilt die Nahrung länger im Magen und verlängert so unser Sättigungsgefühl. Bei gleicher Kalorienzahl hält eine fetthaltige Mahlzeit also länger satt als eine Mahlzeit aus vorwiegend Kohlehydraten. Ein Käsebrot hält daher beispielsweise länger satt als ein Marmeladenbrot – Probiere es selbst aus!

Im Hinblick auf den Blutzuckerspiegel hat Fett ebenfalls positive Auswirkungen: So steigt der Blutzuckerspiegel langsamer an, wenn eine kohlenhydratlastige Mahlzeit mit Fett kombiniert wird, da dies die Spaltung und den Transport der Kohlenhydrate in die Blutbahnen verlangsamt. Hier gewinnt also wieder der „selbstgemachte“ Erdbeerjoghurt. Mit einem höheren Fett- und Eiweißgehalt hält er länger satt als der „light“ Erdbeerjoghurt aus dem Supermarkt.

Wieviel Fett benötigen wir eigentlich?

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGA) sollten etwa 25-30% unserer täglichen Energieaufnahme aus Fetten stammen. Je nach täglichem Energiebedarf, der stark von Alter, Geschlecht, Gewicht und körperlicher Aktivität abhängig ist, sind das etwa zwischen 60-80g Fett pro Tag. Mit 100g Schokolade (ca.30g Fett) oder 100g Chips (ca. 35g Fett) haben die meisten von uns also schon die Hälfte ihres „Fett-Budgets“ ausgenutzt. Mit einer nährstoffreichen, ballaststoffreichen Ernährung überschreitet man dagegen selten die empfohlenen Höchstwerte.

Für eine Ernährung die Dich lange satt hält und Dich ohne „light“-Produkte „leichter“ macht, finde einfach auf Plan-Planet Deinen perfekten Ernährungs- und Trainingsplan, der Dich schnell an Dein Ziel bringen wird! Finde unter den folgenden Stichwörtern eine Vielzahl von Ernährungsplänen zur Körperfettreduktion:

  • Low Carb
  • Abnehmen
  • Gewichtsreduktion
  • Diät


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